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Montag, 30 Mai 2016

Bodenständig und Mittendrin

Unsere Verwurzelung mit der Heimat, mit Grund und Boden steht wohl außer Frage. Genauso wie das Mittendrin: Wir sind mittendrin in der Landwirtschaft.

Bäuerinnen sind das Herz am Hof und tragen mit ihrer Kreativität, Belastbarkeit und Managementfähigkeiten dem Strukturwandel in der Landwirtschaft Rechnung. Sie gestalten die Landwirtshaft von heute maßgeblich mit und tragen dazu bei, dass die Höfe und der ländliche Raum lebendig bleiben.

Bleiben wir also weiter dran und mittendrin!

Wer verstehen will, wie damals in den 70er Jahren aus den anfänglichen Gesprächen die heute stärkste Frauenorganisation geworden ist, muss zurückschauen in eine Zeit, wo es vieles von dem, was heute selbstverständlich ist, noch nicht gab: Möglichkeiten des Zusammenfindens, des Austausches, des sich Öffnen nach außen. Bereits einige Jahre vor der offiziellen Geburtstunde gab es in Südtirol couragierte Frauen, die Druck beim Bauernbund machten: Denn die Bäuerinnen wollten mitreden und mitbestimmen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Bedenken von Seiten einiger Männer haben mutige Frauen den Schritt gewagt und haben die ersten Ortsgruppen gegründet, mit der Unterstützung des Bauernbundes. 1981 wurde der erste Landesbäuerinnentag abgehalten.

Die Bäuerinnen sind in den Jahren mit und in ihrer Organisation gewachsen und tragen diese Stärke sichtbar nach außen. Was wir Frauen auf den Höfen gestalten und wie wir in der Gesellschaft und Politik aktiv sind, ist bunt und vielfältig wie nie zuvor. Auch wenn wir in unserer Tradition fest verwurzelt sind so folgen wir unseren Talenten und Vorlieben. Und gerade weil wir so vielfältig sind, halten wir an unseren gemeinsamen Werten fest:

Werte wie Leben, Gemeinschaft, Heimat.

Also genau jene Werte, die in unserem SBO Logo mit dem Herz, dem Lebensbaum und den Ähren bereits vor 30 Jahren versinnbildlicht worden sind und heute mehr denn je an Bedeutung gewinnen. Die SBO hat sich in den 35 Jahren als zuverlässige Organisation mit klaren Strukturen bewiesen und erfolgreich entwickelt. Heute arbeiten ehrenamtlich über 1.000 Funktionärinnen an und in unserer Organisation, betreuen landesweit 16.000 Mitglieder in 153 Ortsgruppen. Sie setzten sich ein für Heimatbewusstsein, tragen viel zum Erhalt unserer Bräuche und Kultur bei und gestalten so die Lebensqualität im ländlichen Raum.

Lassen wir weiterhin unsere Organisation mit ihren Werten und Botschaften eine Kraftquelle für uns alle sein. Lasst uns auch weiterhin daran arbeiten, was uns verbindet und verbinden soll. Auch über die Grenzen hinaus. Unsere guten Verbindungen und wertvollen Freundschaften reichen mittlerweile in viele Länder Europas. Auch das macht unsere Gemeinschaft so erfolgreich: Erfahrungen und Ideen können ausgetauscht und verwirklicht werden.

Soziale Landwirtschaft

Wir richten unseren Blick nach vorne und immer mehr auf das Thema Menschsein. Nicht mehr nur der Hof, die Produkte und die Arbeit zählen: Der ländliche Raum ist auch Raum für soziale Bedürfnisse. Derzeit ist die Soziale Landwirtschaft in aller Munde. Wir als SBO haben diese Möglichkeit bereits vor 10 Jahren erkannt. Den damaligen Funktionärinnen unter der Führung von Maria Kuenzer ist es zu verdanken, dass wir heute beim Thema Soziale Landwirtschaft schon gut unterwegs sind. Mit unserer Sozialgenossenschaft Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben decken wir heute einen Teil der Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen wie beispielsweise die Kinderbetreuung oder die Seniorenbetreuung ab. Einerseits werden hier neue Arbeitsmöglichkeiten für Bäuerinnen geschaffen und andererseits profitiert die Gesellschaft mit ihren Herausforderungen; denken wir an den demografischen Wandel.

Ich will nicht, dass wir uns morgen nur noch an erfolgreiche Projekte von gestern erinnern müssen. Ich will, dass wir unsere Zukunft, die unseres Berufstandes und die Zukunft des ländlichen Raumes weiterhin aktiv mitgestalten. Vertrauen wir auf unsere Stärken: selbstbewusst und mittendrin.

Der französische Autor Victor Hugo sagte:

Die Zukunft hat viele Namen:

Für die Schwachen ist sie das Unerreichte.

Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.

Für die Mutigen die Chance.

Eine erfolgreiche Geschichte wie die unsere, ist Wegweiser für die Zukunft. Gottvertrauen und Zuversicht kann unser Kompass sein. Bleiben wir weiterhin unserem Erbe verbunden. Und gehen der Zukunft mutig entgegen. Das wünsche ich uns allen.

Hiltraud Erschbamer Landesbäuerin

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