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Mittwoch, 29 April 2015

Jahresthema 2015 - Bodenständig. Willensstark. Mittendrin.

Bodenständig

Festen Boden unter den Füßen zu haben, hat seine Vorteile, genauso wie es gut und sinnvoll ist, fest in der Heimaterde verwurzelt zu sein. Bodenständigkeit ist nicht das Aus für unsere Freiheiten. Bodenständigkeit hat nichts mit Stillstand zu tun. Wir Bäuerinnen haben in den letzten Jahren ständig einen Fuß nach dem anderen auf unseren Boden gesetzt. Heint zu Tog Bäuerin sein ist anders als früher. Meine Reisen durchs Land beweisen, dass wir Bäuerinnen für die Zukunft gerüstet sind. Genauso wie sich unsere Organisation in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt hat, ohne ihren Ursprung aus dem Auge zu verlieren. Heute gibt es neue Anbaumethoden, neue Produkte, andere Herangehensweisen und oft neue An– und Einsichten. Was sich aber nicht geändert hat ist, dass wir mit und auf unserem Boden arbeiten. Der Boden ist unser wertvollstes Gut. Boden bedeutet vor allem für uns Bäuerinnen und Bauern Arbeit und Leben. Die Neuausweisung von Baukubatur muss eingeschränkt und bestehende, leerstehende besser genutzt werden. Verbauter Boden ist verloren – für immer. Wir auf unseren Höfen pflegen seit Jahrhunderten die Tradition des Reparierens, Sanierens oder Wiederaufbauens. Dieser Gedanke muss auch in die Politik und Gesellschaft einziehen. Nicht umsonst hat die UNO das heurige Jahr zum internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. Mehr denn je muss dieses knappe Gut geschützt und gepflegt werden.

Willensstark

Wir, die in der Landwirtschaft leben und arbeiten, sind es gewohnt, mit Entschlossenheit mit widrigen Umständen umzugehen. Wenn die Ernte eingefahren werden muss und das Wetter nicht mitspielt, macht es die Willensstärke unserer Bäuerinnen und Bauern aus, trotzdem dranzubleiben und nicht aufzugeben. In den letzten Monaten sind wir in der Landwirtschaft großen Widerständen entgegengetreten und ausgesetzt gewesen. Das Hauptthema war meist bio oder konventionell. Es geht nicht um ein entweder oder sondern um ein sowohl als auch. Unsere Landwirtschaft ist vielfältig, so wie wir es eben auch sind. Und diese Vielfältigkeit muss Platz haben. Das Geheimrezept seit Jahrhunderten ist unser Zusammenhalt – und so soll es auch die nächsten weitergehen. Zeigen wir Verständnis für andere Anbauweise, werden wir Verständnis für unsere Anbauweise ernten. Was wir sähen, das ernten wir. Und: Verständnis kommt von verstehen: Wenn ich verstehe, kann ich Verständnis zeigen. Tauscht euch untereinander aus und suchen wir gemeinsam nach Lösungen. Dieses Verständnis braucht es nicht nur bei uns untereinander, sondern auch innerhalb der Politik.

Mittendrin

Mittendrin statt nur dabei. Wir Bäuerinnen sind das Herz und die Seele unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Und diese sind der Motor für die heimische Landwirtschaft. Wir fungieren als sozialer Kit nicht nur zwischen den Generationen, sondern mittlerweile immer häufiger auch zwischen Konsumenten und Produzenten. Als Dreh– und Angelpunkt zwischen Betrieb und Familie nehmen wir eine entscheidende Rolle für das Miteinander auf dem Hof ein. Unsere Familien sind die Zukunft unseres Landes. Die Schließung von Geburtenabteilungen tragen nicht dazu bei, die Zukunft für unsere Familien einfacher zu machen. Wir Frauen schenken und pflegen Leben – wir müssen die Rahmenbedingungen aber auch vorfinden. Mittendrin statt nur dabei sein heißt es auch bei den heurigen Gemeinderatswahlen. Wählen wir jene bäuerliche Kandidaten, die sich für unsere Landwirtschaft einsetzten. Unser Ziel ist es, in jeder Gemeinderatsstube die Landwirtschaft gut positioniert zu haben. Und mittendrin steht auch unsere Organisation. Nächstes Jahr feiern wir 35 Jahre Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Wir können nur feiern, weil das Herz unserer Organisation ununterbrochen schlägt.153 Herzen schlagen in unserer Organisation. Es ist nicht mehr selbstverständlich, die ohnehin spärliche Freizeit dem Ehrenamt zu widmen. Dafür spreche ich Euch allem mein tiefstes Vergelt´s Gott aus. Vergelt´s Gott, dass ihr mit jeder Ortsgruppe das Mosaik unserer Landesorganisiation so vielfältig und doch so eng verbunden erscheinen lässt.

So bodenständig. So willensstark. So mittendrin.

SÜDTIROLER BÄUERINNENORGANISATION

  • K.-M. Gamper Str. 5
  • Tel.: +39 0471 999 460
  • Postfach 421
  • Fax +39 0471 999 487
  • I-39100 Bozen
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  • MwSt-Nr. IT02399880216

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