Mittwoch, 15 Februar 2023

Vinschgau: neue Bezirksbäuerin

Auf Ingeborg Rechenmacher folgt Elisabeth Tappeiner. Und gemeinsam mit vier weiteren neugewählten Bezirksbäuerinnenratsmitgliedern wird die Tscharserin die Vinschger Bäuerinnen weiterführen.

Der Mensch darf die Schöpfung, die ihn umgibt und hält, nicht weiter zerstören, ausbeuten, verschmutzen und vergeuden, sondern soll sie schützen und sparsam und vorsichtig mit ihr umgehen. Das war die Kernbotschaft der von der Wortgottesdienstleiterin Irmgard Platter gehaltenen Andacht in der „Mensa Martin“ im Gewerbegebiet Vetzan. Dorthin lud die scheidende Bezirksbäuerin Ingeborg Rechenmacher. Sie leitete 12 Jahre lang den Bezirksbäuerinnenrat Vinschgau, eine gute die Gelegenheit, auf drei Perioden Bäuerinnenarbeit zurückzuschauen.

Der Bäuerinnenrat habe unterschiedliche Themen aufgegriffen, z.B. Aus- und Weiterbildung, Anbauformen in der Landwirtschaft, soziale Absicherung der Frau, Tradition und Innovation, lokale Produkte, Gemeinschaft. „Wichtig war uns stets eine gute, wertschätzende Kommunikation,“ betonte die scheidende Bezirksbäuerin: „Wir haben voneinander gelernt, uns gegenseitig respektiert und immer versucht, aufeinander Rücksicht zu nehmen,“ so Rechenmacher.

Mit einem Rückblick in Bildern wartete Evi Köck auf. Neben ihr und Rechenmacher sind auch die stellvertretende Bezirksbäuerin Veronika Kofler, Angelika Janser und Ingeborg Rettenbacher aus dem Bezirksbäuerinnenrat ausgeschieden. Ingeborg Rechenmacheer dankte dem Landesbäuerinnenrat und allen Funktionärinnen der insgesamt 27 Ortsgruppen im Vinschgau. In den Ortsgruppen hatte es kürzlich ebenfalls Neuwahlen gegeben, sodass bei der Versammlung neben vielen bekannten auch zahlreiche neue Gesichter zu sehen waren. „Ich durfte vielen Menschen begegnen, Kontakte knüpfen, andere Lebens- und Arbeitsweisen kennen lernen und ich hoffe, auch einiges bewegen,“ resümierte die scheidende Bezirksbäuerin. Ihr stetes Anliegen sei es gewesen, „mit euch gemeinsam nach vorne zu schauen und nach vorne zu gehen, ohne unsere Geschichte und Tradition zu vergessen.“ Bezirksbäuerin „war mir persönlich viel mehr Ehre als Amt.“

Neue Gesichter im Bezirksbäuerinnenrat

Mit Ausnahme von Marlene Bernhart aus Prad sind alle weiteren Vertreterinnen im Bezirksbäuerinnenrat neu: Daniela Erhard (Kortsch), Tamara Klotz (Taufers im Münstertal), Magdalena Mair (Martell) und Elisabeth Tappeiner (Tschars), die ihres Zeichens in einem weiteren Wahlgang zur neuen Bezirksbäuerin gewählt wurde. Als Stellvertreterin steht ihr Tamara Klotz zur Seite. Die Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer, die Landesbäuerin Tona Egger und Bauernbund-Bezirksobmann Raimund Prugger würdigten in ihren Ansprachen die ehrenamtliche Tätigkeit des bisherigen Bezirksbäuerinnenrates, ebenso engagiert und motiviert weiterzuarbeiten.

Bäuerinnen: Botschafterinnen für die Landschaft

Maria Hochgruber Kuenzer referierte zum Themenkreis „Die Landschaft in guten Händen. Die Bäuerin als Gestalterin am Hof, in der Dorfgemeinschaft, im Land.“ Das Bewusstsein, dass in der Beziehung zwischen Mensch und Natur nicht der Mensch der Erhabene ist, sondern die Natur, sei uns teilweise abhandengekommen. Die wachsende Sehnsucht nach Natur werde im digitalen Zeitalter stärker wahrgenommen. „Gerade die Frauen, die in und mit der Natur arbeiten, können Wegbereiterinnen für ein neues Verständnis von Mensch und Natur sein,“ sagte Kuenzer. Bei den Bäuerinnen sei die Landschaft in guten Händen. Die Bäuerinnen sollen sich als Botschafterinnen für die Landschaft sehen, sie seien die zukünftigen Naturschützerinnen, so Kuenzer: „Nicht die Kubatur ist das Kapital des Einzelnen, sondern die Landschaft ist das Kapital der Gesellschaft!“ Landschaft sei nicht nur eine Frage der Schönheit und Produktion, sondern sei auch Gesundheit. Als Gestalterinnen am Hof, in der Gemeinschaft und im Land seien die Bäuerinnen unverzichtbar: „Ihr müsst präsent und sichtbar sein, eure Stimme erheben und euch auch politisch engagieren.“ Kuenzer motivierte die Bäuerinnen ihren Auftrag in der Dorfgemeinschaft wahrzunehmen, Werte und Tradition zu leben und sichtbar zu bleiben.

Zum Schluss dankte Ingeborg Rechenmacher für die gute Zusammenarbeit auf viele Ebenen. Der Landesführung und dem Landessekretariat dankte sie ebenso, wie allen Ortsbäuerinnenräten, dem Bezirksbüro in Schlanders, den Fachschulen in Kortsch und Burgeis sowie den bäuerlichen Organisationen und dem gesamten Frauennetzwerk im Bezirk.

Musikalisch umrahmt wurde der Bezirksbäuerinnentag von Peter Trafoier und Helmut Thoma. Auch Manuela Wallnöfer sorgte mit ihrer Steirischen für gute Stimmung im Saal, und ein Abendessen für den kulinarischen Abschluss.

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