Dienstag, 31 Oktober 2023

Bühne frei für die Brennsupp

Die Brennsupp gehörte früher zum täglichen Speiseplan: Eine Mahlzeit mit Kultur, die die Südtiroler Bäuerinnenorganisation am Tag des Nationalen Brauchtums am 26. Oktober ins Rampenlicht stellt.

Authentizität leben, indem wir Brauchtum erhalten und pflegen – so steht es im Leitbild der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Seit über 40 Jahren sieht die Südtiroler Bäuerinnenorganisation dies als ihren Auftrag. Und so nutzt heuer Landesbäuerin Antonia Egger den nationalen Tag des Brauchtums am 26. Oktober, um auf die Essensbräuche hinzuweisen. „Bräuche geben uns Halt, sie verbinden uns, sie zeigen uns, wie wir sinnvoll unser Miteinander gestalten können. Denken wir an unsere Essenskultur, die stark von Traditionen geprägt ist, wie z.B. die Brotsuppe, die Sauresuppe, die Kastaniensuppe oder die Brennsuppe.“

Suppen waren und sind vor allem im Winter beliebte Gerichte. Die Brennsupp galt früher, genauso wie die Kastaniensuppe, als Suppe der armen Leute. Heute werden sie als eine besondere Spezialität geschätzt. Man sagt "der isch nit af der Brennsupp derhergschwummen" wenn jemand etwas schnell durchschaut, und an der Brennsupp kann man die Kochkunst einer Frau erkennen. Denn nur diejenige, die eine gute Brennsupp zustande bringt, sei eine gute Hausfrau. Das Wichtigste dabei ist die Einbrenn. Das gebräunte Mehl darf weder zu dunkel und noch zu hell angeröstet werden, da sonst der Geschmack darunter leidet. Eine Brennsupp wurde früher als erste Beikost für die Kleinkinder und als letzte für die Sterbenden gereicht. In der Volksmedizin ist sie bekannt als Hausmittel gegen Bauchweh. Die Brennsupp oder Milch und Brocken (hartes Brot) gab es auch zum Formess (vor dem Muas – vor der Hauptmahlzeit), zum Neiner (Halbmittag) und zur Marende, sie stand täglich auf dem Speiseplan.

„Es gibt bei uns einige typische Mahlzeiten, die mit wenigen Zutaten gekocht werden, wie eben die Brennsuppe. Kochen wir ab und zu so wie unsere Vorfahren, gehen wir sparsam mit unseren Lebensmitten um, erkennen wir ihren Wert,“ sagt Landesbäuerin Antonia Egger am Nationalen Tag des Brauchtums.

 ©Aus "Lebendige Bräuche in Südtirol", Jutta Tappeiner und Hans Griessmair

Bild: Foto2@SBO_Armin Huber: Die Brennsupp Rezept Brennsuppe

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