Die heilige Notburga

Brauchtumskalender 47/53 vom 13. September 2021

Die heilige Notburga ist die Schutzpatronin der Bäuerinnen, der Dienstmägde, der Landwirtschaft und des Feierabends. Ihr Namenstag fällt auf den 13. September. Die heilige Notburga wird wegen ihrer Wohltätigkeit verehrt und mit Sichel und Korn dargestellt.

Notburga lebte wahrscheinlich im 13. Jahrhundert als eine der vielen Mägde auf Schloss Rottenburg bei Rattenberg. Der Legende nach wies sie die Armen, die zum Schloss kamen, nicht ab, sie gab ihnen übrig gebliebene Speisen. Nachdem die Hausherrin gestorben war und die neue mit der karitativen Tätigkeit nicht einverstanden war, wurde ihr Dienst gekündigt, Notburga musste die Rottenburg verlassen. Sie fand eine Anstellung als Bauernmagd. Jeden Tag nach dem Abendläuten ging sie in die Rupertkapelle, um dort zu beten. Eines Tages drohte ein Unwetter, und der Bauer verlangte von ihr, zuerst die Ernte einzubringen. Beim ersten Glockengeläut legte Notburga die Arbeit nieder. Da der Bauer ihr das Gebet verbieten wollte, warf sie die Sichel in die Luft, und diese blieb dort stehen. Alle waren verwundert und deuteten das Geschehen als Zeichen Gottes.

Sie ist die bekannteste Tiroler Heilige und die Einzige, die aus dem Bauernstand stammt. In vielen Kirchen steht eine Notburga-Statue, die bei Prozessionen von Bäuerinnen getragen wird. Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Bauernstand und als Sinnbild für Brauchtum und Heimatverbundenheit schmückt die Volksheilige auch die Fahne der Südtiroler Bäuerinnenorganisation.

 

 

Text©Lebendige Bräuche in Südtirol, Jutta Tappeiner und Hans Griessmair, Athesia Verlag 2019

Foto©SBO

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