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Dienstag, 01 März 2022

„Ich bin hier am Hof angekommen“

Die Bergbäuerin Irmgard Oberhauser vom Biohof Kofler in Sand in Taufers spricht von Verantwortung für ein Stück Land, das gleichzeitig Heimat, Lebensgefühl und Freiheit ist.

Der Biohof Kofler auf 1.800m im Naturpark Rieserferner-Ahrn bietet für all seine Gäste und Bewohner eine malerische Kulisse. Als höchstgelegener ganzjährig bewirtschafteter Bergbauernhof in Pustertal genießt er seinen Ruf in Rein in Taufers. Bewirtschaftet wird er von Irmgard Oberhauser und ihrer Familie, obwohl das ursprünglich nicht der Plan war.

Irmgard ist eigentlich ausgebildete Kellnerin und das Hofprojekt gehörte ihrem Bruder. Doch als dieser davon absprang, hieß es sich zu entscheiden: Das Stück Heimat verkaufen, oder die Zähne zusammenbeißen und etwas daraus machen. Die alte Hofstelle wurde übersiedelt und neu aufgebaut, die alte Hofstelle steht noch und wurde unter Denkmalschutz gestellt, da sie laut jüngsten Untersuchungen zufolge im 14.Jhdt. erbaut wurde. Es entstanden vier neue Ferienwohnungen und ein Ergebnis, das sich sehen lässt. Eine eindrucksvolle Holzbauweise mit einer Liebe zum Detail erstreckt sich über den ganzen Hof und gibt einen ersten Einblick in das Leben der Südtiroler Bergbauern. Obwohl die Jungbäuerin den Hof erst seit zwei Jahren bewirtschaftet, so hat sie sich schon in die Arbeit verliebt. Aus: „Ich werde NIE Bäuerin“ wurde ein „Ich will NIE wieder was anderes“. Zu sehr liebt sie die Freiheit, die der Hof mit sich bringt, die freie Zeiteinteilung und die Arbeit mit den Tieren. Aber auch die Gäste haben es ihr angetan. Die vier Ferienwohnungen tragen die Namen: Kuistoll, Hennstallile, Focknglitsch und Haistoudl um das Bauernhoffeeling auch in den modernen Wohneinheiten beizubehalten. Drei der vier Wohnungen sind barrierefrei gestaltet, um den Urlaub so inklusiv, wie möglich zu gestalten und auch an Freizeitbeschäftigungen mangelt es oben nicht: ein Ausflug zu den Reinbach Wasserfällen, eine Wanderung zu den Kofler Seen, oder auch ein Wellnesstag im hofeigenen Solarium und der Sauna während der Mithilfe bei der Heuarbeit.

Auch die Produkte, die die Gäste aufgetischt bekommen, sind vom Hof: die Milch, die Butter, der Käse, die Eier, aber auch der Zirmschnaps. Irmgard hatte wenig Zeit für ihren Berufsumstieg, doch das Projekt ist geglückt: Von einer Quereinsteigerin, die keine Ahnung vom Vieh hatte, wurde eine junge Bäuerin, die nichts lieber tut als am Hof zu leben und zu arbeiten. Weshalb sie auch von Plänen langsam absieht. Es kommt alles so wie es kommen muss, jede Aufgabe und jedes Problem sieht sie als Chance, um daran zu wachsen und daraus zu lernen.

Bild: Bergbäuerin Irmgard Oberhauser stellt viele Produkte selbst her – aus Überzeugung.

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