Montag, 27 Juni 2022

Im Einklang mit der Natur

Anna Steinmann Kainzwaldner vom Tschotthof in Villanders hat sich mit dem Aufbau des kleinen landwirtschaftlichen Betriebs gemeinsam mit ihrer Familie einen Lebenstraum erfüllt – sie möchte den Hof nicht mehr missen.

Der Tschotthof in Villanders steht heute für ein nachhaltiges Wirtschaften, für Weitsicht und für eine kleinstrukturierte Landwirtschaft. Der verlassene, zerfallene Hof in unwegsamer Lage direkt am „Keschtnweg“ zwischen Villanders und Klausen wechselte vor Jahren Besitzer und wurde unter schwierigen Bedingungen, aber mit sehr viel Herzblut von der Familie Kainzwaldner neu aufgebaut.

Der Tschotthof wurde für die ganze Familie zu einem großen Abenteuer. Anna und ihr Mann Hans – sie Lehrerin und er Tischlermeister – verwirklichten gemeinsam ihren Lebenstraum. Jahre lang haben sie jede freie Minute ihrer Freizeit genutzt, um den Hof wieder auf Vordermann zu bringen. 2003 wurden die Felder und Feldwege instandgesetzt, in den darauffolgenden Jahren ist die Bewässerung eingebaut worden und die Felder mit verschiedenen Früchten kultiviert. Zwischen 2012 und 2014 wurde die neue Hofstelle geplant. Da der Tschotthof aber in einer Landschaftsschutzzone liegt, mussten alle Vorhaben gut durchdacht und nachhaltig geplant werden. Dann wurde das alte Gebäude abgerissen. Der Abbruch und der Aushub an dieser exponierten Stelle war eine große Herausforderung. 2016 zog Anna und Hans gemeinsam mit ihren Kindern Simon und Miriam in den neuerrichteten Hof ein.

Mittlerweile steht Landwirtschaft am Tschotthof auf drei Säulen: Produktverarbeitung mit Hofladen, Viehwirtschaft (Villnösser Brillenschafe) und Urlaub auf dem Bauernhof. Die ca. 1,5 ha Kulturflächen sind mehr als die Hälfte mit Sonderkulturen, verschiedenen Obstsorten und verschiedenen Beeren und Raritäten bepflanzt. Obst und Beeren werden direkt am Hof veredelt und zu hochwertigen Produkten verarbeitet. Ein großer Gemüseacker rundet die breite Produktpalette ab. Alle Produkte werden vor Ort verarbeitet und in örtlichen Lebensmittelgeschäften und in den lokalen Hotels verkauft.

Anna ist über Umwege Bäuerin geworden. Es ist ihr wichtig, auf das Kulturgut zu schauen und Tradition mit Modernen zu verbinden. Anna macht die Arbeit am Hof großen Spaß, auch wenn sie die Arbeit am Hof im Nebenerwerb macht. Von Beruf ist Anna Lehrerin und auch dort ist ihr Engagement gefragt. Sie rät jungen Frauen, ihren Beruf nicht gleich an den Nagel zu hängen, sondern den Beruf mit der Arbeit am Hof zu verbinden, zu schauen, wie die jungen Frauen ihre Ressourcen am Hof einbringen können.

Bäuerin-Sein heißt für Anna, Neues anzugehen und Herausforderungen positiv zu begegnen. Lebensqualität für die Familie am Hof zu sichern. Wichtig dabei ist ihr im Einklang mit der Natur zu wirtschaften und zu leben.

Anna möchte den kleinen landwirtschaftlichen Betrieb durch innovative Bewirtschaftung weiterzuentwickeln, um auch die Zukunft der nachfolgenden Generationen zu sichern – das ist ihr Ziel.

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