Donnerstag, 12 April 2018

Höfegesetz als Garant

Die Änderungen zum Höfegesetz wurden heute verabschiedet. Der Südtiroler Bäuerinnenorganisation war es ein Anliegen, den persönlich erworbenen Besitz von Frauen zu schützen.

Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer betont die Wichtigkeit der Institution des geschlossenen Hofes: „Gäbe es den geschlossenen Hof nicht, dann würde die Südtiroler Landwirtschaft heute nicht so erfolgreich arbeiten können. Der geschlossene Hof garantiert, dass der Hof als gesamte Einheit weitergegeben wird und verhindert so die Zersplitterung in Kleinsteinheiten.“ Der Landesbäuerinnenrat befürwortet das Prinzip des geschlossenen Hofes, gleichzeitig unterstreicht er aber die Wichtigkeit, den persönlich erworbenen Besitz der Frauen zu schützen. „Wenn ich als Frau ein Stück Grund persönlich erwirtschafte oder geschenkt bekomme – beispielsweise als Altersvorsorge - dann darf das nicht in die Berechnung für die Neubildung eines geschlossenen Hofes miteinbezogen werden.“ Der Landesbäuerinnenrat bedankt sich bei den bäuerlichen Abgeordneten für die Unterstützung. „Ein großes Dankeschön geht an unsere Landtagsabgeordnete Maria Kuenzer, die hier mit viel Engagement und Einsatz an diesem Thema gearbeitet hat. Und ein Dank geht auch an Landesrat für Landwirtschaft, Arnold Schuler, der unsere Anliegen stets ernstgenommen hat.“

Auch gab es einige Neuerungen betreffend der Höfekommission. Nebst der neu eingeführten Mandatsbeschränkung bleibt weiterhin garantiert, dass beide Geschlechter bei der Zusammensetzung berücksichtigt werden müssen. „Ich denke, es hat sich bewiesen, welch wertvollen Beitrag Frauen in Entscheidungsgremien leisten. Ich ermutige alle Frauen, solche neuen Herausforderungen anzunehmen. Es ist noch nie ein Meister oder eine Meisterin vom Himmel gefallen, mit der Erfahrung wächst auch das Wissen“, so Landesbäuerin Erschbamer.

Die Landesbäuerin fordert Übergeber/in und Übernehmer/in auf, verantwortungsbewusst mit der Institution des geschlossenen Hofes umzugehen: „Das Unternehmen Bauernhof weiter zu führen bedeutet die Pflicht, dieses Erbe mit Verantwortung in die Zukunft zu bringen. Dazu braucht es Freude, viel Wissen, ständigen Einsatz und das richtige Gespür. Auch eine Portion Glück und Gottes Segen braucht es in der Landwirtschaft, spielt sich unsere Hauptarbeit ja unter freiem Himmel ab.“

Mit dem Prinzip der Verantwortung, der Dankbarkeit und des Respekts können die bäuerlichen Familienbetriebe erwartungsvoll in die Zukunft blicken: „Wertschätzung für das Geleistete und Offenheit gegenüber dem Neuen sind eine gute Basis, um den bäuerlichen Familienbetrieb erfolgreich weiter führen zu können“, so die Landesbäuerin.

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