Dienstag, 10 Januar 2017

Ehrenamt, Netzwerke und neue Chancen

Jubiläumsfeiern prägten das alte Jahr: Was wird das Neue bringen? Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer spricht über Herausforderungen in der Verbandsarbeit, über die Rechte der Bäuerin und politische Forderungen.

Rückblickend: Mit welchen Themen beschäftigte sich die Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) im Jahr 2016?

Ein großer Arbeitsschwerpunkt im letzten Jahr war die Aus- und Weiterbildung. Es ist uns in Zusammenarbeit mit den Fachschulen für Land- und Hauswirtschaft gelungen die Bäuerinnschule auf die Beine zu stellen. Zudem ist auch die Basisausbildung Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand gestartet sowie die 4. Ausbildung zum Lebensberater/zur Lebensberaterin für die bäuerliche Familie. Es ist wichtig, dass die Bäuerinnen sich weiterbilden, nicht stehen bleiben und Neues lernen.

Auf was blicken Sie mit Freude zurück?

Vor allem auf die 35 Jahrfeier der SBO beim Landesbäuerinnentag in Brixen, mit der Fahnensegnung durch Bischof Ivo Muser im Brixner Dom. Es war ein würdevoller Moment. In der SBO-Festschrift wurden alle Meilensteine der SBO festgehalten: Ein Dokument, das aufzeigt, mit welcher Tatkraft die Bäuerinnen an dem Netzwerk SBO gearbeitet haben.

Mit Freude blicke ich auch auf die 10 Jahre Bäuerinnen-Dienstleistungsportal, das die Marken Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand und die Schule am Bauernhofbetriebe betreut, zurück. Und auch auf 10 Jahre Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben“: Beide Jubiläumsfeiern zeigen, dass es damals der richtige Schritt war.

Freude bereite mir auch der Film Heint zu Tog Bäuerin sein. Für uns war es wichtig, das vielfältige Bild der Bäuerin von heute aufzuzeigen.

Worauf wird im neuen Jahr der Fokus gelegt?

Wir möchten heuer den Fokus verstärkt auf die Verbandsarbeit setzen: Was brauchen die Funktionäre vor Ort? Wo brauchen sie Unterstützung? Wie bleibt das Ehrenamt auch morgen attraktiv? Wir haben deshalb auch ein Leitbild erarbeitet, das wir bei der Klausur der Ortsgruppen den Funktionärinnen vorstellen werden. Welches sind Ihre Projekte, die Sie heuer angehen werden? Ein wichtiges Projekt ist die Broschüre „Rechte der Bäuerin“. Wir möchten den Frauen Informationen zu Themen wie Zusammenleben und Absicherung der Frau geben.

Ein zweites Projekt ist das Thema Brauchtum: Bräuche begleiten unseren Alltag und diese möchten wir in einem Buch festhalten. Auch Werte sind ein Schwerpunkt. Sie spielen bei unserer Arbeit immer wieder eine Rolle, z.B. im Bereich heimische Lebensmittel, wo vor allem unserer Brotzeit-Bäuerinnen und Milch- und Apfelbotschafterinnen wichtige Parts spielen.

Was erwarten Sie sich von der Politik im neuen Jahr?

Nach dem Motto „Miteinander geht´s einfacher“ möchten wir auch im neuen Jahr mit den politischen Vertretern der Landwirtschaft nach Wegen suchen, um die kleinstrukturierte Landwirtschaft in Südtirol zu erhalten.

Uns ist auch das Netzwerk Landwirtschaft und Schule wichtig. Und da hoffen wir, dass unsere Forderungen politisches Gehör finden z.B. beim Kindergartenkindertransport. Unser Anliegen ist es nach wie vor, dass jede Schulklasse einmal einen Schule am Bauernhof besuchen sollte. Auch das Thema Familie ist wichtig: Sie soll leistbar und lebbar sein.

Interview: Ulrike Tonner

Bildtext: Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer

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