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Mittwoch, 25 Januar 2023

Weniger Bürokratie, mehr Besuche!

Mitte Jänner fand der „Schule am Bauernhof“-Stammtisch statt. Von Kastelbell bis Gsies kamen 15 Anbieterinnen und Anbieter für „Schule am Bauernhof“ an der Fachschule Salern zusammen, um sich über die Tätigkeit auszutauschen. Dabei wurde auch über die Herausforderungen diskutiert und welche Chancen das Projekt bietet.

Maria und Georg Burgmann vom Stillwagerhof in Sand in Taufers erinnern sich noch genau an diesen Moment: Eine Gastfamilie, die auf ihrem Hof untergebracht war, besichtigte den Stall. Die Kinder verkosteten die Milch und staunten über den Geschmack. Beim Hinausgehen sagten sie zu ihren Eltern: „Jetzt bekommen wir zuhause endlich mal wieder echte Milch!“ Die Burgmanns fassten einen Entschluss: Sie würden künftig „Schule am Bauernhof“ auf ihrem Betrieb anbieten, um mehr Kindern einen Einblick in die Südtiroler Landwirtschaft zu geben.

Beim Stammtisch erzählten die Bauern und Bäuerinnen, dass beim Schulprojekt nicht nur die Kinder bei etwas lernen: „Manche Lehrpersonen fragen doch tatsächlich, wie man aus dem trockenen Heu die weiße Heumilch presst!“ Solche Aussagen zeigen, wie notwendig die Aufklärungsarbeit von „Schule am Bauernhof“ wirklich ist. Das Angebot gilt nicht nur für Grundschulklassen, auch Mittelschulen erhalten die Teilfinanzierung, wie kürzlich von der Abteilung Landwirtschaft bestätigt wurde. So spricht das neue Gewinnspiel, das bis zum 17. Februar läuft, auch die Mittelschulklassen an: Mehr Informationen zum Gewinnspiel. Außerdem darf dieselbe Klasse mehrmals im Jahr einen Bauernhof besuchen – das fördere den Lernprozess. So können z.B. im selben Jahr Kartoffeln geerntet und gesetzt werden.

Die Bürokratie macht es schwierig

Der bürokratische Aufwand eines solchen Besuches ist groß: Die Höfe müssen für jeden Besuch einer Klasse mehrere Formulare ausfüllen, inklusive Antimafia-Erklärung etc. Wird der Besuch aufgrund schlechten Wetters verschoben, ist ein Neuausfüllen der Formulare gefordert. Bei den italienischen und ladinischen Schulen wird diese Abwicklung von der UPAD (italienische Volkshochschule) übernommen. Man wünscht sich auch für die deutschen Schulen eine zentrale Abwicklung der Beauftragungen, um den Höfen diese Arbeit zu erleichtern. Dafür wird jetzt eine Lösung gesucht, denn der Aufwand ist nicht mehr tragbar.

Lehrgang „Schule am Bauernhof“

Im Januar 2024 startet voraussichtlich der neue Lehrgang für „Schule am Bauernhof". Es ist wichtig, neue Anbieterinnen und Anbieter auszubilden, die als Botschafter/innen der Südtiroler Landwirtschaft agieren. Ein Bauernhof-Besuch ist ein Erlebnis, und das nicht nur für die Jüngsten. „Ein Bauernhof ist keine Idylle, dort wird gearbeitet, dort werden Lebensmittel hergestellt“, so Agatha Walder, eine der Initiatorinnen des Projektes in Südtirol, „Deshalb ist es umso wichtiger, die Hoftore zu öffnen und der Gesellschaft einen realen Einblick in das Leben am Bauernhof zu geben!“.

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