Donnerstag, 24 Mai 2018

Soziale Innovation

Um die Potentiale der Sozialen Landwirtschaft ging es in einer kürzlich von der Uni Brixen veranstalteten Tagung.

„In der Sozialen Landwirtschaft geht es um ein Geben und Nehmen. Das muss immer auf Augenhöhe zwischen Menschen, Tiere und der Natur passieren“, so Thomas van Elsen, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft in Deutschland.

In Italien gibt es das Gesetz zur Sozialen Landwirtschaft, in Deutschland bietet das überarbeitete Bundesteilhabegesetz Menschen mit besonderen Bedürfnissen neue Möglichkeiten. Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer eröffnete die Tagung an der Uni Brixen mit den Worten: „Wir Bäuerinnen haben vor über zehn Jahren über Betreuungsformen am Hof diskutiert. Die Kinderbetreuung war der erste Schritt. Damals sprachen wir noch nicht von Sozialer Landwirtschaft. Diese Dienstleistungen ergänzen bestehende Angebote und sind eine Chance für die Gesellschaft.“

Organisatorin Susanne Elsen, Professorin an der Freien Universität Bozen, bezeichnete die Soziale Landwirtschaft als soziale Innovation. Sie unterstrich, dass es um neue Kombinationen von bereits Vorhandenem geht und um neue Netzwerke und neue Beziehungen, die miteinander in Kontakt treten. „Soziale Landwirtschaft agiert im Netzwerk mit anderen Organisation und Professionen des Sozial- und Gesundheitswesens, sie integriert verschieden gesellschaftliche Sektoren, sie trägt zu einem innovativen Wohlfahrtmix bei, sie gewährleistet soziale und gesundheitliche Dienste auch im peripheren ländlichen Gebieten und sie trägt zur Erhaltung, Innovation und nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume bei,“ so Elsen.

An der Diskussionsrunde nahmen auch Abteilungsdirektor im Amt für Soziales Luca Critelli teil. Er unterstrich die gute Zusammenarbeit der bestehenden und neuen Dienste zum Wohle der Menschen, die die Dienstleistung annehmen.

Andreas Schiner, Leiter des Sägemüllerhofes in Gais betonte, dass soziale Dienstleistungen nicht an den Formalitäten ersticken dürften: „Es ist einfach wichtig, die Menschen als Menschen anzunehmen. Formalisierungen sind dabei nicht immer förderlich.“ Georg Leimstädtner, Geschäftsführer des Dachverbandes für Soziales, wies darauf hin, dass im sozialen Bereich vor allem die Zusammenarbeit von großer Bedeutung sei, denn in Zukunft bräuchte es viele helfende Hände.

Antonia Egger, Bezirksbäuerin von Bozen, unterstrich, dass die Südtiroler Bäuerinnenorganisation sich bereits auf den Weg gemacht hat, um sich mit Netzwerkpartnern auszutauschen: „Die Bäuerinnenorganisation ist einerseits Dienstleister, andererseits verstehen wir uns auch als Netzwerkpartner. Wir freuen uns gemeinsam mit neuen Partner bestehende Angebote auszubauen und neue, notwendige und gewünschte Dienstleistungen zu entwickeln.“

Bild: Professorin Susanne Elsen (stehend) mit den Diskussionspartnern bei der Tagung Potenziale der Sozialen Landwirtschaft

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