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Dienstag, 29 September 2020

Wichtiger Austausch und neue Eindrücke

Stark werden „auf Burg“, den Unterschied kennenlernen zwischen Marmelade und Konfitüre, viele Inputs, Denkanstöße und Weitsichtigkeit: Das war die diesjährige Lehrfahrt der Bäuerinnen-Dienstleisterinnen am letzten Donnerstag. Aufgrund von Corona wurde sie von Mai auf September verschoben. Die Interessierten waren froh, sie jetzt nachzuholen.

Abenteuer à la Burg

Die Aussicht ist herrlich am Burgerhof der Sozialgenossenschaft im Pragser Tal auf über 1.500m. Bei diesem besonderen Lehr- und Lernort für Kinder und Jugendliche wird das „Hof“ noch in Klammer gesetzt, denn es ist kein richtiger Bergbauernhof mit Tieren und allem Drum und Dran. „Wir hoffen aber, in Zukunft Ziegen, Hühner, Schafe, Pferde und auch ein paar Kühe halten zu können“, so Alex Unteregger, Leiter der Struktur. Die Landwirtschaft wird auf dem Burgerhof als Medium verwendet, und als soziale Landwirtschaft, besser soziale LandWIRschaft, bezeichnet Alex dieses außergewöhnliche Projekt. Etwa 2.000 Kinder kommen jährlich „auf Burg“, um eine Nacht dort zu verbringen und sich zwei Tage lang mit den Prinzipien „Acht geben“, „Verantwortung“ und „Vertrauen“ zu beschäftigen. Die Anfragen dazu kommen meist von Eltern und Lehrpersonen, vor allem Schulklassen finden den Weg zum Burgerhof. Jede Gruppe sucht sich ein Thema aus, welches sie in den zwei Tagen vertiefen möchte: Stärke sammeln oder berufliche Orientierung sind einige davon. Spielerisch und in der Gemeinschaft gewinnen die Kinder und Jugendlichen Erfahrungen, die stark machen für das Leben. Das 600 Jahre alte und kürzlich renovierte Haus trägt mit seiner Wirkung dazu bei. „Es ist so toll zu sehen, dass es immer ein paar Freiwillige gibt, die in der Küche helfen wollen, die den Abwasch machen, den Tisch decken.“, erzählt Alex. Manchmal kommen Jugendliche nach Burg, die sich in der Schule schwertun, nicht stillsitzen können, nicht zuhören. „Und hier packen sie mit an, sind voller Leidenschaft dabei, blühen auf!“, freut sich der Betreuer.

Süß-deliziös

Alpe Pragas ist die alte Bezeichnung des Pragser Tals. Deshalb trägt die Fruchtaufstrich-Manufaktur, die sich am Taleingang befindet, diesen Namen. Über 100 verschiedene Produkte werden dort hergestellt, heimisches Obst und mediterrane Früchte werden zu Marmeladen, Mostarden, Chutneys und Sirupen verarbeitet. Bei der Herstellung der Fruchtaufstriche werden die reifen Früchte mit Zucker oder dem Saft der Algave, Zitronensaft und Apfelpektin unter Vakuum schonend für wenige Minuten gekocht und erhalten daher einen Fruchtanteil von 75 %. Die Früchte stammen zu 15 % aus eigenem Anbau, der Rest wird zugekauft. Die Marillen kommen aus dem Vinschgau, die Zitrusfrüchte aus Süditalien. Die Verantwortliche für das Marketing Karoline Resch führt durch den Betrieb und klärt über ein Missverständnis auf: „Eigentlich ist Marmelade ein Fruchtaufstrich aus Zitrusfrüchten - Das was wir als Marmelade kennen, heißt, wenn man es genau nimmt, Konfitüre“, erklärt sie, „Im Englischen ist das in der Sprache richtig: Eine ‚marmalade‘ bezeichnet einen Brotaufstrich aus Zitrusfrüchten wie Mandarinen oder Orangen – Konfitüre heißt dort ‚jam‘.“ Karolines Mann Stefan Gruber hat das Unternehmen vor über 20 Jahren gegründet. 13 Mitarbeiter zählt der Betrieb mittlerweile, bis 2027 haben Gruber und sein Team eine CO2-neutrale Produktion zum Ziel. Zur Verkostung wird ein zum Herbst passender Kastanienaufstrich gereicht, wir probieren eine Mostarda mit Käse und Joghurt mit Marmelade – oder besser gesagt: Konfitüre – und stellen fest, dass die Produkte ihr Genuss-Versprechen halten.

Für alle TeilnehmerInnen war die Lehrfahrt auch eine gute Gelegenheit, um sich untereinander auszutauschen und neue Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Herzlichen Dank allen für den gelungenen Tag! Vielen Dank vor allem an Alex Unteregger vom Burgerhof und Karoline Resch von Alpe Pragas für die interessanten, bereichernden Führungen.

 

*Die Sicherheitsbestimmungen zur Eindämmung von COVID wurden eingehalten.

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