Mittwoch, 05 Februar 2020

Rittner Bäuerinnen halten Rückschau

Die Jahreshauptversammlung der Rittner Bäuerinnen fand im Gasthaus Pemmern und zum ersten Mal am Abend statt.

Die Ortsbäuerin Judith Pramstrahler Unterhofer begrüßte über 50 Bäuerinnen und die Ehrengäste. Sie dankte für die gute Zusammenarbeit mit den bäuerlichen Vereinen vom Ritten, und vor allem ihren Bäuerinnen im Ortsbäuerinnenrat für die fleißige Mithilfe im vergangenen ersten Tätigkeitsjahr.

In einer Gedenkminute wurde denr fünf verstorbenen Bäuerinnen des Jahres 2019 gedacht. Vor dem offiziellen Teil wurde ein Nudelgericht nach Wahl mit Salat serviert. Schriftführerin Mathilde verlas das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung und Kassierin Andrea gab Aufschluss über den Kassabericht. Dieser wurde von den Kassarevisorinnen Leni und Hilde einstimmig genehmigt. Anschließend wurde ein Jahresrückblick in Form einer PowerPoint-Präsentation von Helene gezeigt. Die Chronistinnen Gloria und Elisabeth haben die Präsentation mit Texten gekonnt begleitet. Der Ausschuss hat im vergangenen Tätigkeitsjahr vieles organisiert bzw. mitgewirkt: Gesundheits-, Näh- und Backkurse, Pflanzenaustausch, Landesbäuerinnentag, Gartenführung, Bauernadvent; in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen den Lichtmessvortrag, die Schafausstellung und den Bauernball; diverse Ausflüge, Vorträge, Schulungen, Versammlungen und Sitzungen und kirchliches wie Prozessionen, Kräuterweihe, Erntedank und Adventmarkt.

„Schule am Bauernhof“ war das Thema, das Marianne Fink vom Untertrotnerhof in Oberbozen im Anschluss mit viel Leidenschaft vorstellte. Die Angebote der Sozialgenossenschaft, sprich „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben“ und des Dienstleistungsportals der Südtiroler Bäuerinnenorganisation „Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand“ beinhalten für jede Generation etwas: Die Kinder- und Seniorenbetreuung am Hof, Lebensberatung für die bäuerliche Familie und eben die Schule am Bauernhof. Über 100 Bäuerinnen-Dienstleisterinnen geben unter der Marke „Südtiroler Bäuerinnen. Aus unserer Hand“ mit ihren Koch- und Backkursen, dem bäuerlichen Buffetservice, pädagogischen Angeboten für Kinder, Produktpräsentationen, traditionellen Handarbeits- und Dekorationstechniken, Hof- und Gartenführungen ihr Wissen, Traditionen und Werte weiter und sensibilisieren für regionale und nachhaltige Produkte. Die Ausbildung zur Dienstleisterin findet alle zwei bis drei Jahre in Zusammenarbeit mit den Haus- und Landwirtschaftsschulen statt, außerdem werden jährlich Weiterbildungen angeboten, die auch gut unterstützt werden.

Schule am Bauernhof soll vor allem Kinder und Jugendliche naturnah aufklären, Schulprojekte sollen dazu begreifen lernen. Der Umgang mit Tieren und Natur ist sehr wichtig, um die Kreisläufe zu verstehen. Da Stadtkinder oft keinen oder wenig Bezug zu Lebensmitteln haben, wird ihnen auf dem Bauernhof der Rohstoff, die Weiterverarbeitung und das Produkt erklärt und gezeigt. Auf Mariannes Hof werden die Führungen hauptsächlich im Frühjahr für vorwiegend Italienische Schulklassen angeboten. In drei bis vier Stunden lernen die Kinder Wertschätzung für Lebensmittel und Natur. Der Bauernhof soll begeistern und auch so weitergegeben werden. Marianne schloss mit den Worten: „Du brauchst mindestens einmal im Leben einen Arzt, einen Pfarrer, einen Anwalt oder einen Polizisten. Dreimal am Tag aber brauchst du einen Landwirt!“.

Der Ortsobmann des Rittner Bauernbundes, Oswald Fink, lobte den Ausschuss für ihre rege Tätigkeit und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit nach dem Motto: gemeinsam sind wir stark. Er schnitt die kommenden Gemeinderatswahlen an und forderte die Bäuerinnen auf, sich aktiv und passiv an der Wahl zu beteiligen. Isidor Baumgartner (Bauernsenioren) und Lukas Messner (Bauernjugend) bedankten sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit.

Die Bezirksbäuerin Veronika Stampfer sprach die Schwierigkeiten in der Landwirtschaft an, die vielen Auflagen und die digitale Bürokratie. Meistens wird dabei zu wenig Aufklärung betrieben. Sie bedankte sich bei ihrer Stellvertreterin Andrea und gratulierte der vormaligen Ortsbäuerin Siglinde zur Ehrennadel in Silber.

Verleihung der silbernen Ehrennadel an Siglinde Lobis Fulterer

Mitte Jänner wurden im Rahmen der Bezirksjahresversammlung Urkunden an Bäuerinnen überreicht, die sich auf Orts- und Bezirksebene verdient gemacht haben. Eine Urkunde und die Ehrennadel in Silber erhielt Siglinde Lobis Fulterer. Sie war fünf Legislaturen im Ortsausschuss tätig, davon zwölf Jahre als Ortsbäuerinstellvertreterin und acht Jahre als Ortsbäuerin vom Ritten. „Die Auszeichnungen rücken ins Licht, was ihr leistet – für die Bäuerinnen, für den Bauernstand und für die Gemeinschaft“ dankte die Bezirksbäuerin Veronika Stampfer allen Frauen für die vielen ehrenamtlichen Stunden und für den wertvollen Einsatz.

Text: SBO Ritten, Fotos: privat

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