Bei der Sitzung des Landesbäuerinnenrats am 9. September stand die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus im Mittelpunkt. Zu Gast waren HGV-Präsident Klaus Berger, HGV-Direktor Raffael Mooswalder und Evelyn Rainer, Vorsitzende der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen.
Landwirtschaft und Tourismus wollen enger zusammenarbeiten
Auf Einladung von Landesbäuerin Antonia Egger kamen HGV-Vertreterinnen und Vertreter zum Austausch zusammen. Egger betonte die Bedeutung eines regelmäßigen Dialogs zwischen Landwirtschaft und Tourismus. Ziel des Treffens war es, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren.
HGV-Präsident Klaus Berger betonte die vielen Gemeinsamkeiten beider Bereiche: familiengeführte Kleinbetriebe, hohe Arbeitsbelastung und Einsatz an sieben Tagen in der Woche. Rainer sprach sich für einen stärkeren Austausch und eine offene Kommunikation aus.
Eine wichtige Rolle kommt der Kommunikation mit den Gästen zu. Sie sollten das Leben in Südtirol und die Bedeutung der Landwirtschaft möglichst authentisch kennenlernen. Gerade kleinere, familiengeführte Betriebe bieten gute Voraussetzungen für einen direkten Austausch mit den Gästen. Kritisch diskutiert wurden hingegen Airbnb, Zweitwohnungen und Overtourism. Maßnahmen wie Bettenstopp, Ausbildungsanforderungen, Handelsregistereintrag und CIN-Code sollen für mehr Transparenz sorgen.
Auch bei Logistik, Beschaffung und Verfügbarkeit von landwirtschaftlichen regionalen Produkten ist eine engere Zusammenarbeit erwünscht.
Abschließend wurde die zunehmende Wasserknappheit thematisiert. Gefordert werden eine gemeinsame Strategie, eine landesweite Bewässerungsplanung, bessere Datengrundlagen und notwendige Investitionen.