Frauen gestalten Zukunft
Die Veranstaltung FRAU. MACHT. ZUKUNFT. stellte Frauen in Führungspositionen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie zeigte auf, welchen Mehrwert weibliche Führung im Südtiroler Genossenschaftswesen bietet – für Organisationen, Teams und die persönliche Entwicklung.
Zukunft entsteht dort, wo Frauen Verantwortung übernehmen, ihre Perspektiven einbringen und aktiv gestalten. Gerade im ländlichen Raum ist dies noch nicht selbstverständlich: Der Anteil von Frauen in Führungs- und Entscheidungsgremien liegt derzeit bei rund 6 %. Studien belegen jedoch klar, dass divers besetzte Teams bessere Entscheidungen treffen, innovativer agieren und nachhaltiger erfolgreich sind.
Beim Netzwerktreffen des Milchhofs Sterzing und des Raiffeisenverbandes Südtirol Anfang November – unterstützt von der Südtiroler Bäuerinnenorganisation, wurde sichtbar, wie viel ungenutztes Potenzial in Frauen steckt, die Verantwortung übernehmen möchten: in Landwirtschaft, Genossenschaften und regionalen Organisationen.
Nach der Begrüßung von Obmann Adalbert Braunhofer, Geschäftsführer Rainer Marschall und Bezirksbäuerin Irmgard Santer Testor präsentierten Astrid Schweiggl und Ursula Thaler vom Arbeitskreis „Frauen in Führung von Genossenschaften“ innerhalb des Raiffeisenverbandes aktuelle Zahlen und Entwicklungen.
Ein Impulsvortrag von Rebecca Fill Giordano widmete sich dem persönlichen Wachstum von Frauen durch Führungsverantwortung, die notwendigen Rahmenbedingungen sowie durch die Rolle von Vielfalt als wesentlichem Erfolgsfaktor für moderne Organisationen.
In der Gesprächsrunde berichteten Verena Angerer, Vizeobfrau der Raiffeisenkasse Wipptal, Martina Salcher, Verwaltungsrätin des Milchhofs Sterzing und Ursula Thaler, Vorsitzende des Arbeitskreises „Frauen in der Führung von Genossenschaften“, aus ihrer Praxis. Sie zeigten auf, wie Veränderung gelingt, wenn Frauen sich einbringen und Strukturen Offenheit ermöglichen.
Wichtig war für alle die Erkenntnis, dass Führung bei der inneren Haltung beginnt. Vielfalt stärkt Organisationen nachhaltig, und Zukunft entsteht im gemeinsamen Gestalten.
Entscheidend ist mehr Frauen zu ermutigen, sich in Gremien und Führungsaufgaben einzubringen – und gleichzeitig Strukturen zu schaffen, die dieses Engagement ermöglichen. So kann das Potenzial weiblicher Führung langfristig zur Weiterentwicklung des Genossenschaftssektors beitragen.
