Bildung, die Wurzeln schafft
Schule.am.Bauernhof, Projekt „Mit Bäuerinnen wertvolle Lebensmittel erleben“, Apfelschulprojekt und Milchschulprojekt vermitteln Wissen fürs Leben. Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) ruft Schulen dazu auf, diese wertvollen Bildungsangebote auch im kommenden Schuljahr zu nutzen.
Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie entsteht Milch? Welche Arbeit steckt hinter einem Apfel? Antworten auf diese Fragen erhalten Schülerinnen und Schüler durch die Bildungsprojekte der Bäuerinnenorganisation. Mit Schule.am.Bauernhof, dem Projekt „Mit Bäuerinnen wertvolle Lebensmittel erleben“ sowie das Apfel- und Milchschulprojekt wird Unterricht greifbar und Lernen zum Erlebnis.
„Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie selbst entdecken, erleben und ausprobieren dürfen“, betont Landesbäuerin Antonia Egger. Die Projekte vermitteln Wissen über Landwirtschaft, Ernährung und regionale Kreisläufe und fördern gleichzeitig Wertschätzung, Verantwortungsbewusstsein und einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Gerade in Zeiten, in denen viele Kinder kaum noch direkten Bezug zur Landwirtschaft haben, gewinnen solche Praxiserfahrungen zunehmend an Bedeutung. Sie ergänzen den Unterricht auf ideale Weise und schaffen Lernräume, die kein Schulbuch ersetzen kann. Mit Sorge beobachtet die Bäuerinnenorganisation jedoch, dass bewährte außerschulische Bildungsangebote zunehmend unter Druck geraten. „Schule ist mehr als Unterricht im Klassenzimmer. Es liegt auch in der Verantwortung der Schulen, ihren Schülerinnen und Schülern vielfältige Lernmöglichkeiten zu eröffnen und bestehende Qualitätsangebote zu nutzen“, so Landesbäuerin Egger. Eine, die jahrelange Erfahrung mit Schulprojekten hat, ist Hildegard Winkler. Sie und ihr Mann Josef Winkler bieten am Wieserhof in Pawigl Schule.am.Bauernhof an. Zudem geht Josef Winkler seit fast 30 Jahren mit seinem Wollprojekt in die Schulen und Hildegard hat am Wieserhof einen Kräuterlehrpfad angelegt: „Ich glaube, das ist das Wichtigste, was man den Kindern mitgeben kann: die Natur zu verstehen und zu erkennen, was sie uns schenkt. Das ist das Wichtigste im Leben. Das sind wichtige Erfahrungen, die sie später im Leben immer brauchen“, sagt Hildegard Winkler.
Die Bäuerinnenorganisation appelliert daher an die zuständigen Ämter und politischen Entscheidungsträger, die notwendigen Rahmenbedingungen für diese Bildungsarbeit zu schaffen. Gleichzeitig richtet sie einen klaren Aufruf an die Schulen: Die Angebote sind vorhanden, erprobt und pädagogisch wertvoll. Sie zu nutzen, bedeutet eine Investition in die Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und Zukunft der Kinder.
Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation steht bereit, auch im kommenden Schuljahr ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Begeisterung einzubringen. Denn wer versteht, wie Lebensmittel entstehen, entwickelt Respekt für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern, trifft bewusstere Konsumentscheidungen und gewinnt ein tieferes Verständnis für die Nachhaltigkeit und die eigene Heimat
Mehr Infos gibt es unter Schulprojekte
Bild 1: Landesbäuerin Antonia Egger
Bild 2: Schule.am.Bauernhof, Mit Bäuerinnen wertvolle Lebensmittel erleben, Apfelschulprojekt und Milchschulprojekt vermitteln Wissen fürs Leben
Bild 3: Hildegard Winkler zeigt auf dem Wieserhof in Pawigl ihren Kräuterlehrpfad


