November: Pflanzen abräumen und einwintern
"Man soll seinen Garten pflegen." (Voltaire)
Jetzt, da der Winter kurz bevor steht, werden verschiedene Arbeiten im Garten erledigt, damit alle Pflanzen den Winter gut überstehen und im Frühjahr mit neuer Kraft erblühen. Verblühte Stauden können auf ca. 10 cm über dem Boden abgeschnitten werden, damit sie im Frühjahr mit neuer Kraft durchstarten. Das ist besonders wichtig bei Pflanzen, die sich während der Blütezeit stark verausgaben, wie Stockrosen oder Kokardenblumen. Ein Rückschnitt im Herbst verlängert ihre Lebensdauer. Die Pflanzen lassen sich jetzt gut bearbeiten, denn über den Winter werden sie oft weich und matschig. Zudem kommt jetzt der Schere kein Neuaustrieb in die Quere.
Überwintern, Winterlager
Die Pflanzen selbst sind ungeschnitten besser vor Frost und Kälte geschützt. Das Herbstlaub ist eine Art natürliche Isolationsschicht auf den Pflanzen und schützt sie vor der Kälte. Nicht zu vernachlässigen sind die attraktiven Frucht- und Samenstände mancher Stauden: Sie entfalten im Winter noch mal ihre volle Pracht. Mit Raureif oder Schnee überpudert, ergeben sich in der kalten Jahreszeit Bilder, die eine ganz besondere Atmosphäre in den Garten zaubern.
Wer Stauden in Kübeln überwintern möchte, sollte diese ebenfalls vor Frost sichern, da die Wurzeln nicht durch das Erdreich geschützt sind. Am besten eignet sich Garten- oder Wollvlies oder ein Jutesack, wobei beachtet werden sollte, dass das Loch für den Abfluss eventuellen Gießwassers frei bleibt. Auch frostfeste Pflanzen im Topf sind dankbar für eine Überwinterung an einem windgeschützten Platz und mit einer schützenden Verpackung.
Sehr frostempfindliche Kräuter wie Zitronenverbene, Basilikum und alle Duftpelargonien vertragen keine Minustemperaturen und sollten bei Frostgefahr unbedingt ins Haus. Sie sollten so hell wie möglich bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius untergestellt werden. Ganz wichtig ist, sie sparsam zu gießen. Basilikum stellt hier eine Ausnahme dar, hier sollte der Wurzelballen nicht austrocknen. Blumenknollen wie Dahlien, Gladiolen, Knollenbegonien und weitere Knollengewächse, müssen jetzt ins Winterlager: die Stängel (handbreit) kurz abschneiden, um dann die gesamte Wurzel mit dem Spaten großzügig auszugraben, denn sie soll nicht verletzt werden.
Achtung: Die Knollen dürfen nicht zu früh herausgenommen werden, denn sie speichern die Nährstoffe fürs folgende Jahr. Die Knollen lässt man abtrocknen und schüttelt die überflüssige Erde ab, so können die Knollen in Sand oder Holzschnitzel ruhend an einem kühlen (ca. 5°C), dunklen und trockenen Ort (z.B. Kiste im Keller) überwintern. Die Dahlienknollen auf Krankheiten untersuchen und die fauligen Stellen mit einem scharfen Messer herausschneiden und eventuell mit Holzasche desinfizieren.
Nicht vergessen:
Jetzt im Herbst steckt die ganze Kraft der Heilpflanzen in den Wurzeln, deshalb ist das die richtige Zeit der Ernte und Verarbeitung für Wurzeln wie Eibisch, Alant und Beinwell. Vor dem ersten Frost werden die Knollen frühblühender Pflanzen, wie beispielsweise Krokusse, Tulpen, Narzissen und Schneeglöckchen gepflanzt.
Im November räuchern
Es gibt viele Gründe, um zu räuchern. Einige räuchern ihre Wohnung oder ihr Haus aus, um Veränderungen im Leben zu begünstigen. Andere räuchern, um die Gesundheit positiv zu beeinflussen. So wurde beispielsweise im Mittelalter viel mit Wacholder geräuchert, um die Pest abzuwenden. Wacholder gilt als desinfizierend und reinigend. Die Alantwurzel gilt als stärkend und kräftigend und verbreitet im Haus einen Veilchenduft.