Mittwoch, 22 November 2017

Bäuerinnen engagieren sich

Vom Glück, Ehrenamt und Gemeinschaft war beim 33. Bezirksbäuerinnentag Eisacktal-Wipptal die Rede. Der Höhepunkt: die Erbhofübergabe an Markus Gasser aus Neustift/Vahrn.

Für die Bezirksbäuerin Anna Jocher ist der Bezirksbäuerinnentag immer wieder eine gute Gelegenheit ihre Botschaften an die Bäuerinnen richten: „Danke euch für die Gemeinschaft und für euer Engagement! Ich bin für diese Freundschaft sehr dankbar. Das Thema dieses Festtages haben wir gewählt um Euch zu ermutigen, Euer Leben selbst in die Hand zu nehmen wissend, dass das eigene Glück oft von den Gedanken abhängt.“

Wenn du glücklich sein willst, dann sei es

Die Referentin Christine Wunsch verwies auf die zehn Gebote des Glücks. Sie unterstrich dabei vor allem die Dankbarkeit und die Zufriedenheit. „Es ist notwendig, den eigenen Fokus auf die positiven Dinge zu richten. Ein Tagebuch der Dankbarkeit oder des Glücks kann hier helfen: Einfach abends vor dem Schlafengehen niederschreiben, für was ich dankbar bin“, rät Wunsch.

Glück, Gesundheit, zusammenbleiben

Eine Erbhofurkunde steht jenen Höfen zu, die seit über 200 Jahren im Besitz einer Familie sind. Dies ist beim Ölackerer in Neustift/Vahrn der Fall. Beim Umbau wurde eine Ahnentafel gefunden, die dies belegt. Altbauer August Gasser war 16 Jahre als sein Vater verstarb. Mit Hilfe seiner Mutter bewirtschaftete er den Hof weiter und freut sich über die Erbhofurkunde: „Es ist eine Ehre, 200 Jahre sind eine lange Zeit!“, so der Altbauer. Der Jungbauer Markus übernahm 2016 den Obst- und Weinbaubetrieb. Zusätzlich werden zwei Ferienwohnungen vermietet. Der Jungbauer ist stolz auf die Urkunde: „Es ist ein Glück sie entgegenzunehmen. Es braucht Glück, Ausdauer und Zusammenhalt in der Familie, um einen Hof zu bewirtschaften.“ Auch für die Jungbäuerin Hildegard ist die Erbhofurkunde etwas Besonderes: „Es ist schön zu wissen, dass der Hof so lange in Besitz derselben Familie ist.“ Die Erbhofurkunde wurde durch Landesrat Arnold Schuler verliehen: „Es ist wichtig, dass wir solche Familienbetriebe haben, die ihre Höfe weiterbringen.“

EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hob des Engagement der Bäuerinnen hervor: „Bäuerinnen haben einen anderen Blick auf die Geschehnisse und auf die Zukunft, und dieser muss in der Politik Platz haben.“ Dem schloss sich auch Landtagsabgeordnete Maria Kuenzer an und betonte: „Die Bäuerin muss auch ihren Platz auf den Höfen haben und ihre Talente verwirklichen.“ Die Vielfalt der Bäuerinnen hob auch Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer hervor: „Wir Bäuerinnen gestalten mit und genau das braucht es, um den bäuerlichen Familienbetrieben Zukunft zu bieten.“

Den Gemeinschaftsgottesdienst zelebrierte Pfarrer Arthur Vinatzer, für die musikalische Umrahmung sorgten die Plearer Gitschn und für Unterhaltung der Zauberkünstler Laurin der Hase und Markus Gimbel.

Bild: Bezirksbäuerin Anna Jocher und Landesrat Arnold Schuler mit Gertraud mit Familie Gasser bei der Erbhofübergabe.

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