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Montag, 16 Juni 2014

Tracht ist Kulturgut unserer Heimat und zeigt Identität

Beim 34. Landesbäuerinntag am 16. März im Bozner Konzerthaus „Josef Haydn“ wurde erstmals das Trachtenbuch der Südtiroler Bäuerinnenorganisation „Inser beschtes G’wond“ vorgestellt. Veronika Stampfer erhielt die Auszeichnung zur „Bäuerin des Jahres 2014, die unglaublichen Leistungen von sechs Witwen wurden in einer emotionalen Ehrung anerkannt und der Bäuerin Martha Mulser vom Pflegerhof in Seis wurde zu ihrem 3. Platz bei der italienweiten Ausschreibung des Preises de@terra für die Verwirklichung einer innovativen und unternehmerischen Idee im Bereich Landwirtschaft gratuliert.

„Wenn ich zu Euch rauf schaue und Euch in Euren schönen Trachten sehe dann weiß ich, dass unser Motto den Nagel auf dem Kopf trifft.“ Mit diesen Worten begann Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer ihre Festrede zum Tagesmotto „Meine Tracht, meine Heimat“. Über 700 Bäuerinnen kamen in ihren wunderschönen Trachten nach Bozen, um bei der Landesversammlung der Bäuerinnen mit dabei zu sein. „Euer Stolz, eure Freude, eure Verbundenheit und Identifikation mit der Tracht macht das einst ehemalige tägliche Kleidungsstück zu einem unersetzlichen Kulturgut unserer Heimat“, so die Landesbäuerin und stellte ihre Forderungen an die anwesenden politischen Vertreter. Es braucht gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Herstellung von landwirtschaftlichen Lebensmittel unterstützen, sodass es den Bäuerinnen und Bauern möglich ist, davon zu leben. „In keinem anderen Sektor gehen Inhaber oder Mitarbeiter des Betriebes noch zusätzlich einer anderen Arbeit nach, um den Betrieb über die Runden zu bekommen“, betonte Erschbamer und forderte auch  finanzielle und ideelle Unterstützung von Projekten für die Frauen am Land, damit sie im ländlichen Raum Arbeitsmöglichkeiten finden und so der ländliche Raum Zukunft hat. „Es darf kein Nachteil sein, im Dorf zu leben“. Auch die Anerkennung der Pflege- und Erziehungszeiten der Frauen für die Rente sowie die Förderung des Ehrenamtes seien unerlässlich, damit die Bäuerinnen auch in Zukunft am Hof bleiben, für den Weiterbestand sorgen und das Dorf mit Leben füllen.

Eine Trachtenshow zeigte die Vielfalt, die Besonderheiten und die Schönheit der Südtiroler Trachten auf und mit großer Freude präsentierte Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer anschließend das Trachtenbuch. Sie dankte allen, die zur Vollendung der Dokumentation und des Nachschlages beigetragen haben allen voran den beiden Ideationen Monika Rechenmacher und Maria Anna Plunger sowie den Trachtenexperten aus ganz Südtirol und dem Trentino.

Einen sehr berührenden Teil der gestrigen Versammlung stellten die zur Tradition gehörenden Witwenehrungen dar. Gerhard Brandstätter, Präsident der Südtiroler Sparkasse, überreicht sechs Frauen aus verschiedenen Bezirken Südtirols eine Urkunde und einen Geldbetrag. In einer Bildpräsentation und einer Laudatio wurde über das oft schwere und unfassbare Schicksal der Witwen berichtet, die es geschafft haben, ihren Hof für die eigene Familie weiter zu erhalten. Zu den geehrten Witwen zählen: Kreszenz Mair Pechlaner (Oberinn), Marianne Raich Pchler (St. Martin i. Passeier), Klara Zwick Gruber (Schleis, Mals) Monika Pfitscher Prieth (Gigglberg, Brenner), Paula Lechner Prosch (Karnol/St. Andrä), Franziska Innerkofler Holzer (Mitterberg, Sexten).

Zum 7. Mal konnte Dank der Stiftung Südtiroler Sparkasse der Wanderpreis in Form einer Holzskulptur an eine Bäuerin vergeben werden, die sich durch eine innovative Vision auszeichnet: Veronika Mahlknecht Stampfer vom Stampferhof in Völs Aicha. Sie bewirtschaftet vorwiegend alleine den Hof: Neben der Stallarbeit – Mutterkuhhaltung, Mastvieh und Schweinezucht – bietet sie auch Ferienwohnungen an und legte großen Wert auf die eigene Produkte. Mit viel Freude setzt sie ihr Talent und ihre Kraft für die alltäglichen Arbeiten am Hof ein und zudem ist sie unter anderem als Ortsbäuerin der SBO-Ortsgruppe Völser Aicha auch ehrenamtlich viel unterwegs und gestaltet mit viel Einsatz und Enthusiasmus das Dorfleben mit.

Und noch eine schöne Anerkennung wurde gestern bekannt gegeben. Martha Mulser vom Pflegerhof, Kräuteranbaubetrieb in St. Oswald in Seis am Schlern, gewann bei einer Ausschreibung des italienischen Landwirtschaftsministeriums den 3. Platz. Insgesamt sechs Bäuerinnen aus ganz Italien erhalten für ihre besonders innovativen und unternehmerischen Ideen im Bereich der Landwirtschaft den Preis de@terra. Senator Hans Berger gratuliere im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums.

Grußworte kamen von EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann, Landesrat Arnold Schuler, Landtagsabgeordnete Maria Kuenzer, SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler und Annelies Göller, Landesbäuerin aus Bayern.

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    Dezember: Petra Zelger Planer vom Prackfolerhof in Völser Aicha

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