7-Seen Wanderung
Wenn Bäuerinnen wandern
Die jährliche Bäuerinnen Wanderung erfreut sich großer Beliebtheit. An der 7-Seen Wanderung haben heuer 19 Bäuerinnen mit der Wanderbegleiterin Karin teilgenommen.
Pünktlich um 8.00 Uhr startete der imposante Bus in Maiern im hintersten Ridnauntal und brachte uns in einer sehr abenteuerlichen Fahrt zum Poschhaus nahe der Moarerbergalm. So sparten wir uns 700 Höhenmeter und 2,5 Stunden Gehzeit. Unsere Wanderbegleiterin erzählte von den Anfängen des Bergwerkes Schneeberg im Mittelalter bis zur endgültigen Auflassung im Jahr 1979. In der Blütezeit des Abbaus waren bis zu 1.000 Knappen in 70 Stollen am Schneeberg beschäftigt. Art und Weise des Abbaus und vor allem der Transport des Gesteins, Silber, Blei und Zink, wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrmals modernisiert. Die in Trockenmauer erbaute Übertage-Förderanlage auf Schienen ist noch sehr gut erhalten. Auf Bremswegen wurde das Erz nur mit Gegengewicht zu Tale befördert. Eine große Herausforderung waren die Unterbringung und Verpflegung der Knappen am Schneeberg auf 2354 m.
Nach einer Einführung in die Geschichte des Bergbaues starteten wir unsere Wanderung bei idealem Wanderwetter. Am höchsten Punkt unserer Wanderung, am Moarer-Eget-Joch. 2.693 m stärkten wir uns erst einmal, und stellten uns zum Gruppenfoto mit See auf.
Die hohen Stubaier Gipfel ringsum sowie der Übeltalferner waren schon recht beeindruckend. Besonders erstaunt waren wir über die großen Wassermassen, welche zu Tal stützten. Am besten gefiel uns das liebliche Wollgras, welches an einigen Seeufern in großen Mengen im Winde schaukelte. Nachdem wir an allen 7 Seen vorbei gewandert waren, begann ein abenteuerlicher Abstieg über Steinblöcke ins Tal, bevor wir auf der anderen Talseite zur Grohmannhütte aufstiegen. Da war erst einmal Kaffepause angesagt, da wir doch schon etliche Stunden gewandert waren. Nachdem alle Kraft getankt hatten, begann der anstrengende Aufstieg zur Teplitzerhütte, unserem Nachtquartier.
Die Hütte ist bestens geführt und gut ausgestattet, sodass wir uns recht wohl fühlten. Durch den selbst erzeugten Strom, war es auch angenehm warm. Nach einem leckeren Abendessen, vielen anregenden Gesprächen und Kartenspiel, fielen wir müde in unsere Betten.
In der Nacht hatte es geregnet und am Morgen waren die Berge teilweise in Nebel gehüllt, sodass eine sehr mystische Stimmung herrschte. Gestärkt durch ein gutes Frühstück, es wurde auch noch manches Erinnerungsfoto geknipst, stiegen wir zur Aglsboden Alm ab. Dort gab es köstliche Mehlspeisen, die wir uns nicht entgehen ließen. Der letzte Abschnitt unserer Tour führte durch die Burkhartklamm zum Ausgangspunkt nach Maiern. Wir staunten immer wieder über die großen Wassermassen. und kehrten dankbar zwei schöne Tage erlebt zu haben und in der Hoffnung nächstes Jahr wieder dabei sein zu können, nach Hause zurück.
Rückblick von Teilnehmerin Marianna Mair.








